Michael Hut · Zuletzt aktualisiert: 22. August 2026
Der Solarplexus – auf Deutsch das Sonnengeflecht – ist ein Nervengeflecht im Oberbauch, etwa zwischen dem zwölften Brust- und dem ersten Lendenwirbel. Entspannen lässt er sich vor allem über zwei Wege: eine aufrechte, geöffnete Haltung und eine ruhige Atmung, bei der das Ausatmen doppelt so lange dauert wie das Einatmen. Der Yoga-Flow weiter unten verbindet beides in fünf Schritten.
Das Wichtigste in Kürze
- Lage: im Oberbauch unterhalb des Brustbeins, zwischen zwölftem Brust- und erstem Lendenwirbel
- Aufgabe: größtes Nervengeflecht des Bauchraums, Teil des vegetativen Nervensystems
- Warum es sich verspannt anfühlt: langes Sitzen, nach vorn gezogene Schultern, flache Atmung
- Was hilft: aufrichten, Brustkorb öffnen, langsam ausatmen – der Flow unten dauert 10 bis 15 Minuten
- Grenze: anhaltende oder starke Beschwerden im Oberbauch gehören ärztlich abgeklärt
Wo liegt der Solarplexus?
Das Sonnengeflecht sitzt hinter dem Magen, ungefähr in der Mitte zwischen Brustbeinspitze und Bauchnabel. Anatomisch liegt es auf Höhe des zwölften Brustwirbels bis zum ersten Lendenwirbel, direkt vor der Hauptschlagader. Der Name kommt von seiner Form: Von einem Zentrum strahlen Nervenfasern nach allen Seiten aus wie die Strahlen einer Sonne.
Wenn du eine Hand flach unter das Brustbein legst und ruhig atmest, liegst du ungefähr darüber. Genau diese Stelle wird bei den Übungen weiter unten bewusst geöffnet und wieder entlastet.

Was der Solarplexus im Körper macht
Der Solarplexus ist das größte Nervengeflecht im Bauchraum. Er gehört zum vegetativen Nervensystem – also zu dem Teil des Nervensystems, den wir nicht willentlich steuern. Über ihn laufen Nervenbahnen zu Magen, Darm, Leber und weiteren Bauchorganen.
Weil dieses Geflecht so dicht ist und eng mit dem vegetativen Nervensystem zusammenhängt, spürt man Anspannung oft zuerst dort. Das ist die Alltagserfahrung hinter Redewendungen wie „das schlägt mir auf den Magen“ oder dem Begriff „Bauchgehirn“. Die Tätigkeit des vegetativen Nervensystems lässt sich nicht direkt befehlen – über Haltung und Atmung lässt sich aber sehr wohl darauf einwirken. Genau da setzen Entspannungsübungen an.
Sonnengeflecht auf einen Blick
- Fachbegriff: Plexus coeliacus, auch Plexus solaris
- Lage: Oberbauch, hinter dem Magen, vor der Hauptschlagader
- Zugehörigkeit: vegetatives (autonomes) Nervensystem
- Versorgt: Magen, Darm, Leber, Milz, Bauchspeicheldrüse, Nieren
Wenn sich das Sonnengeflecht verspannt anfühlt
Viele Menschen beschreiben ein Druck- oder Enge-Gefühl unterhalb des Brustbeins, besonders nach langen Tagen am Schreibtisch. Die Erklärung dafür ist mechanisch und banal: Im Sitzen ziehen die Schultern nach vorn, der Brustkorb sinkt ein, der Oberbauch wird zusammengedrückt. Die Atmung wird flacher und wandert nach oben in den Brustkorb. Der Bauchraum bekommt dann über Stunden kaum Bewegung.
Wer den Gegenpol bewusst einbaut – aufrichten, Brustkorb öffnen, tief in den Bauch atmen – schafft genau die Bewegung, die im Sitzen fehlt. Mehr braucht es für den Anfang nicht.
⚠ Wichtig
Beschwerden im Oberbauch können viele Ursachen haben. Halten Druck, Schmerz oder Übelkeit an, kommen sie plötzlich stark oder mit weiteren Beschwerden, gehört das ärztlich abgeklärt – Yoga ist dafür kein Ersatz. Auch bei Schwangerschaft, frischen Bauch-Operationen oder Bandscheibenproblemen vorher ärztlich Rücksprache halten.
Der Solarplexus-Flow – Schritt für Schritt
Der Flow dauert 10 bis 15 Minuten und braucht nichts außer einer Matte. Im Mittelpunkt steht nicht die Tiefe der Haltungen, sondern die Atmung: doppelt so lange ausatmen wie einatmen – etwa vier Zählzeiten ein, acht Zählzeiten aus. Es gibt kein Richtig und kein Falsch, geh nur so weit, wie es angenehm bleibt.
- Fersensitz – ankommen. Aufrecht auf die Fersen setzen, Augen schließen, die Hände vor dem Oberbauch falten. Einatmen und die Arme heben, dabei die Handgelenke kreisen lassen. Ausatmen und die Arme auf halbe Höhe senken, Handgelenke öffnen. Die aufrechte Sitzhaltung gibt Brustkorb und Oberbauch Raum, sodass die Atmung tief nach unten laufen kann. Fünf ruhige Atemzüge.
- Vierfüßlerstand – Katze und Kuh. Hände unter den Schultern, Knie unter den Hüften. Einatmen: Brustbein nach vorn schieben, Rücken sanft senken. Ausatmen: Rücken runden, Kinn zur Brust. Danach frei weiterbewegen, wie es sich gut anfühlt. Acht bis zehn Wiederholungen.
- Herabschauender Hund – Welle 1. Wirbel für Wirbel ins Brett rollen, Beine beugen, über die Hände nach hinten schieben, bis das Steißbein der höchste Punkt ist. Dreimal wiederholen. Dann die Knie ablegen, die Mitte aktivieren und in die Bauchlage kommen.
- Kobra mit Drehung. Aus der Bauchlage in die Kobra kommen und über die rechte, dann über die linke Schulter blicken. Anschließend das rechte Bein heben, hinter dem linken aufstellen, die Hände in den Boden drücken, hochkommen und aufdrehen – Seated Twist. Auflösen, zurück in die Bauchlage, dann die andere Seite.
- Aufrichten und öffnen – Welle 2. Über den herabschauenden Hund zurück, Knie ablegen, Wirbel für Wirbel in den aufrechten Kniestand kommen. Arme weit öffnen (Kaktus), Brustbein anheben, Becken nach vorn schieben. Arme schließen, Rücken runden – und wieder öffnen. Zum Abschluss die Hände an den unteren Rücken oder auf die Fersen legen, das Herz heben: Kamel. Zwei bis drei Atemzüge halten, dann langsam auflösen.

Die Atmung ist der eigentliche Hebel
Die Haltungen schaffen den Raum, die Atmung nutzt ihn. Der Grund für das verlängerte Ausatmen ist einfach: Beim Einatmen arbeitet der Körper eher aktivierend, beim Ausatmen eher beruhigend. Wer die Ausatmung verdoppelt, verschiebt das Verhältnis bewusst in Richtung Ruhe.
| Schritt | Fokus | Dauer |
|---|---|---|
| 1. Fersensitz | Ankommen, Atem finden | 2 Min. |
| 2. Katze / Kuh | Wirbelsäule mobilisieren | 2 Min. |
| 3. Herabschauender Hund | Rückseite dehnen | 2 Min. |
| 4. Kobra mit Drehung | Oberbauch öffnen, Rotation | 4 Min. |
| 5. Kaktus und Kamel | Brustkorb weiten | 3 Min. |
Vier Fehler, die den Effekt kosten
- Zu schnell. Der Flow lebt vom langsamen Tempo. Wer die Übungen abarbeitet, bekommt ein Workout statt einer Entspannung.
- In den Brustkorb atmen. Wenn sich beim Einatmen nur die Schultern heben, bleibt der Bauchraum außen vor. Eine Hand auf den Oberbauch legen und prüfen, ob sie sich mitbewegt.
- Direkt nach dem Essen üben. Ein voller Magen macht Drehungen und die Kobra unangenehm. Zwei Stunden Abstand reichen.
- Einmal und nie wieder. Zehn Minuten an vier Tagen bringen mehr als eine Stunde alle drei Wochen.
Vitamin D3 und K2 – was in sonnenarmen Monaten dazugehört
Der Körper bildet Vitamin D mithilfe von Sonnenlicht selbst in der Haut. Zwischen Oktober und März steht die Sonne in Mitteleuropa dafür zu tief, und wer den Großteil des Tages drinnen verbringt, kommt auch im Sommer wenig an sie heran. Über die Ernährung allein lässt sich Vitamin D nur in geringen Mengen aufnehmen.
Vitamin D und Vitamin K sind dabei ein eingespieltes Paar. Für beide gibt es – anders als für viele andere Pflanzenstoffe – von der EU zugelassene Aussagen:
Zugelassene Angaben nach EU-Verordnung
- Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei.
- Vitamin D trägt zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion bei.
- Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
- Vitamin D trägt zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor bei.
- Vitamin K trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei.
- Vitamin K trägt zu einer normalen Blutgerinnung bei.
In unserem Vitamin D3 + K2 in Bio-Hanföl sind beide Vitamine in flüssiger Form gebunden. Wir empfehlen die Einnahme am Morgen, pur oder ins Frühstück gegeben – zusammen mit etwas Fett, weil Vitamin D fettlöslich ist. Das Bio-Hanfsamenöl bringt diesen Fettanteil bereits mit. Es gibt das Öl in zwei Größen – die 10-ml-Flasche zum Ausprobieren und die größere 20-ml-Flasche für den längeren Gebrauch. Wie die beiden Vitamine zusammenspielen, steht ausführlich im Artikel Vitamin D3 und K2 in Kombination.
Vitamin D3 + K2 in Bio-Hanföl
Zum Produkt
Häufige Fragen
Wo genau liegt der Solarplexus?
Im Oberbauch hinter dem Magen, etwa auf halber Strecke zwischen Brustbeinspitze und Bauchnabel. Anatomisch auf Höhe des zwölften Brustwirbels bis zum ersten Lendenwirbel.
Wie oft sollte ich den Flow machen?
Kurz und regelmäßig schlägt lang und selten. Drei bis vier Einheiten pro Woche zu je zehn Minuten sind ein realistischer Rhythmus, der sich in einen normalen Arbeitstag einbauen lässt.
Woran merke ich, dass ich richtig atme?
Leg eine Hand flach unter das Brustbein. Hebt sie sich beim Einatmen mit, atmest du in den Bauchraum. Heben sich nur die Schultern, ist die Atmung noch im Brustkorb.
Kann ich die Übungen auch am Schreibtisch machen?
Nicht den ganzen Flow, aber die Grundidee: aufrichten, Arme weit öffnen, Brustbein heben, dabei vier Zählzeiten ein- und acht Zählzeiten ausatmen. Das sind zwei Minuten und geht im Bürostuhl.
Was hat Vitamin D3 mit dem Sonnengeflecht zu tun?
Direkt nichts – die Verbindung ist die Jahreszeit, nicht die Anatomie. In den dunklen Monaten fällt beides zusammen: weniger Sonnenlicht auf der Haut und mehr Zeit im Sitzen. Deshalb steht beides in diesem Artikel nebeneinander.
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Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene Tagesdosis nicht überschreiten. Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Weitere Angaben im Haftungsausschluss.