Vollspektrum bezeichnet Hanfextrakte, die das komplette natürliche Wirkstoffprofil der Pflanze enthalten — also CBD plus weitere Cannabinoide, Terpene und Flavonoide inklusive gesetzlich zulässiger THC-Spuren. Es ist der am wenigsten aufbereitete der drei Extrakt-Typen.
Der Gedanke hinter Vollspektrum ist, die Pflanze möglichst vollständig abzubilden, statt einzelne Stoffe herauszufiltern. Neben Cannabidiol (CBD) finden sich hier auch Nebencannabinoide wie CBG und CBN sowie aromatische Terpene. Dieses Zusammenspiel ist die Grundlage des viel diskutierten Entourage-Effekts.
Vergleich der drei Extrakt-Typen:
| Merkmal | Vollspektrum | Breitspektrum | CBD-Isolat |
|---|---|---|---|
| CBD | ✅ | ✅ | ✅ |
| Weitere Cannabinoide | ✅ | ✅ | ❌ |
| Terpene/Flavonoide | ✅ | teils | ❌ |
| THC-Spuren | ✅ (legal begrenzt) | ❌ (praktisch 0) | ❌ (0) |
| Eigengeschmack | kräftig, "hanfig" | mild | neutral |
Konkretes Beispiel: Auf einem COA eines Vollspektrum-Öls siehst du typischerweise mehrere Zeilen mit messbaren Werten (CBD, CBG, THC < 0,2 %) — bei einem Isolat steht dort nur CBD.
Häufiger Irrtum: "Vollspektrum ist immer stärker." Nicht automatisch — die reine CBD-Menge kann identisch sein. Der Unterschied liegt im Begleitprofil, nicht zwangsläufig in der CBD-Konzentration. Wer THC vollständig meiden muss, ist mit Breitspektrum besser beraten.