Glossar

Entourage-Effekt

Bündel aus Hanf, Lavendel, Kamille, Schafgarbe und Rosmarin hängen zum Trocknen in einer alten Scheune.

Der Entourage-Effekt beschreibt die Hypothese, dass die verschiedenen Wirkstoffe der Hanfpflanze im Zusammenspiel anders wirken als isoliert — dass also das Ganze mehr sein könnte als die Summe seiner Teile. Der Begriff stammt aus der Cannabinoid-Forschung.

Geprägt wurde der Ausdruck 1998 vom israelischen Forscherteam um Raphael Mechoulam. Die Idee: Cannabidiol (CBD), Nebencannabinoide wie CBG und CBN sowie aromatische Terpene beeinflussen sich gegenseitig, wenn sie gemeinsam vorliegen — etwa in einem Vollspektrum-Extrakt.

Für Sie als Käufer ist der Entourage-Effekt das zentrale Argument für Vollspektrum- gegenüber Isolat-Produkten: Wer auf das Zusammenspiel setzt, wählt einen möglichst vollständigen Extrakt. Wer einzelne Stoffe meiden muss (z. B. THC), nimmt in Kauf, dass das Zusammenspiel unvollständig ist.

Konkretes Beispiel: Ein Vollspektrum-Öl kombiniert laut COA beispielsweise CBD, CBG, geringe THC-Spuren und mehrere Terpene wie Myrcen und Limonen — ein CBD-Isolat enthält keine dieser Begleitstoffe und kann daher per Definition keinen Entourage-Effekt zeigen.

Häufiger Irrtum: "Der Entourage-Effekt ist wissenschaftlich bewiesen." Genauer: Er ist eine plausible, aktiv erforschte Hypothese — die Studienlage ist noch nicht abschließend. Seriöse Anbieter formulieren ihn deshalb als Konzept, nicht als Tatsache. Neutrale Zusammenfassungen der Forschung finden Sie in unserer Studien-Übersicht.

Alle Begriffe im CBD-Glossar · Zum Shop: CBD-Öl von 5 % bis 24 %

Michael Hut, Inhaber von VITALHemp, Porträt

Michael Hut, Inhaber von VITALHemp

Michael Hut ist Inhaber von VITALHemp und verantwortet die Inhalte auf vitalhemp.de. Die Marke besteht seit 2018, mit Sitz in Krems an der Donau.

Mehr über den Autor