Hanfmehl ist ein glutenfreies Mehl, das ebenfalls aus dem Presskuchen der Hanfsamen hergestellt wird, dabei aber weniger stark aufkonzentriert ist als Hanfprotein — es enthält mehr Ballaststoffe und einen geringeren Eiweißanteil. In der Küche wird es meist anteilig mit anderen Mehlsorten gemischt.
Sowohl Hanfmehl als auch Hanfprotein stammen aus demselben Ausgangsmaterial: dem entölten Presskuchen, der beim Pressen von Hanfsamenöl übrig bleibt. Der Unterschied liegt im Verarbeitungsgrad: Hanfmehl ist die gröbere, weniger aufkonzentrierte Variante mit einem natürlicherweise höheren Ballaststoffanteil, während bei Hanfprotein-Pulver zusätzliche Fasern abgetrennt werden, um den Eiweißanteil rechnerisch zu erhöhen. Wie alle Produkte aus dem Hanfsamen enthält auch Hanfmehl praktisch kein CBD, da Cannabinoide in Blüten und Blättern gebildet werden, nicht im Samen. Geschmacklich ist Hanfmehl an seinem nussig-erdigen Aroma erkennbar und färbt Teige durch die enthaltenen Samenbestandteile oft leicht grünlich-braun.
Hanfmehl im Vergleich zu Hanfprotein und Weizenmehl:
| Merkmal | Hanfmehl | Hanfprotein | Weizenmehl |
|---|---|---|---|
| Glutenfrei | ja | ja | nein |
| Eiweißanteil | mittel | hoch | niedrig |
| Ballaststoffanteil | hoch | geringer | niedrig |
Konkretes Beispiel: Da Hanfmehl kein Gluten enthält und dadurch die Backeigenschaften eines Teigs verändert, wird es in Rezepten meist nur anteilig eingesetzt — häufig wird ein Anteil von etwa 10 bis 20 % des klassischen Mehls durch Hanfmehl ersetzt, nicht die gesamte Menge.
Häufiger Irrtum: "Hanfmehl und Hanfprotein sind einfach zwei Namen für dasselbe Produkt." Beide stammen zwar aus demselben Presskuchen, unterscheiden sich aber in Ballaststoff- und Eiweißanteil sowie in der Küchenanwendung: Hanfmehl wird zum Backen anteilig eingesetzt, Hanfproteinpulver eher zur gezielten Eiweißanreicherung, etwa in Shakes.
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