CB1 und CB2 sind die beiden Haupt-Rezeptortypen des körpereigenen Endocannabinoid-Systems, an die Cannabinoide andocken können — sie unterscheiden sich deutlich in Vorkommen und Funktion. CB1 sitzt überwiegend im zentralen Nervensystem, CB2 vor allem in Immunzellen.
Diese Rezeptoren sind Teil des Endocannabinoid-Systems (ECS) und wurden Ende der 1980er- bzw. Anfang der 1990er-Jahre entdeckt. THC bindet stark und direkt an CB1 — das erklärt seine berauschende Wirkung. Cannabidiol (CBD) hat dagegen nur eine geringe direkte Bindungsaffinität zu beiden Rezeptortypen und interagiert eher indirekt mit dem System.
CB1 vs. CB2 im Überblick:
| Merkmal | CB1 | CB2 |
|---|---|---|
| Hauptvorkommen | Gehirn, zentrales Nervensystem | Immunzellen, peripheres Gewebe |
| Bindung durch THC | stark | schwächer |
| Bindung durch CBD | gering, eher indirekt | gering, eher indirekt |
| Entdeckt | 1988 | 1993 |
Konkretes Beispiel: CB1-Rezeptoren zählen zu den am häufigsten vorkommenden Rezeptoren im Gehirn überhaupt — das erklärt, warum THC über diesen Weg eine so ausgeprägte psychoaktive Wirkung entfalten kann, während CBD über einen anderen, indirekteren Mechanismus wirkt.
Häufiger Irrtum: "CBD dockt genauso an CB1 an wie THC, nur schwächer." Der Mechanismus unterscheidet sich grundlegender: CBD gilt eher als Modulator des Systems (es beeinflusst z. B. den Abbau körpereigener Botenstoffe), nicht als direkter Aktivator der Rezeptoren wie THC. Die genauen Wirkmechanismen von CBD am ECS sind Gegenstand aktiver Forschung; neutrale Übersichten findest du unter /pages/studien.