Wasserlösliches CBD ist kein tatsächlich in Wasser gelöstes CBD, sondern ein durch Nanoemulsion fein zerkleinerter Öl-Extrakt, dessen winzige Tröpfchen sich stabil mit Wasser mischen lassen. Es ist eine moderne Alternative zum klassischen Öl-Trägerstoff.
Cannabinoide wie CBD sind von Natur aus fettlöslich, nicht wasserlöslich – das bleibt auch bei einer Nanoemulsion chemisch so. Der Unterschied liegt in der Verarbeitung: Mithilfe von Emulgatoren wird der Extrakt in extrem kleine Öltröpfchen zerlegt, die von einer Hülle umgeben sind und dadurch in wässrigen Flüssigkeiten schweben, statt sich abzusetzen wie bei einem klassischen Trägeröl.
Hersteller bewerben Nanoemulsionen häufig mit einer besseren Bioverfügbarkeit, weil die vergrößerte Oberfläche der Tröpfchen die Aufnahme begünstigen soll. Als Ausgangsstoff dient dabei häufig geschmacksneutrales CBD-Isolat, seltener ein Vollspektrum-Extrakt. Ob und in welchem Ausmaß die beworbene bessere Aufnahme gegenüber einem klassischen Öl tatsächlich zutrifft, ist noch nicht abschließend erforscht – seriöse Anbieter formulieren das als These, nicht als belegte Tatsache. Eingesetzt wird die Technologie vor allem in Getränken, Fruchtgummis und anderen wasserbasierten Produkten, in denen sich Öl sonst absetzen würde.
Konkretes Beispiel: Als "Nano" gelten Öltröpfchen üblicherweise ab einer Größe von unter 100 Nanometern (0,0001 Millimeter) – deutlich kleiner als die Tröpfchen einer gewöhnlichen Öl-Wasser-Mischung ohne spezielle Aufbereitung, die sich sichtbar absetzen oder aufrahmen würde.
Häufiger Irrtum: "Wasserlösliches CBD enthält kein Öl mehr." Das stimmt nicht – CBD bleibt chemisch fettlöslich, es wird lediglich so fein aufbereitet, dass es sich äußerlich wie in Wasser gelöst verhält. Die tatsächliche CBD-Menge und Stabilität der Emulsion lässt sich verlässlich nur über ein Analysezertifikat (COA) prüfen. Zur Forschungslage rund um Aufnahme und Wirkweise informiere dich neutral in unserer Studien-Übersicht.
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