CBC (Cannabichromen) ist ein nicht-berauschendes Nebencannabinoid der Hanfpflanze, das chemisch zur selben Stoffgruppe wie CBD und THC gehört, aber kaum an die klassischen Cannabinoid-Rezeptoren bindet. In den meisten Hanfsorten kommt es nur in geringen Mengen vor.
Wie andere Cannabinoide entsteht CBC in der Pflanze zunächst als Säure (CBCA) aus der gemeinsamen Vorläufersubstanz CBGA – genau wie CBDA und THCA. Erst durch Decarboxylierung wird aus CBCA das aktive CBC. Strukturell und historisch reiht sich CBC in die Cannabinoide ein, die in den 1960er-Jahren im Zuge der Grundlagenforschung um Raphael Mechoulam erstmals beschrieben wurden – zur selben Zeit wie THC und CBD.
Anders als THC bindet CBC nur schwach an die CB1- und CB2-Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems und ist deshalb nicht berauschend. Zusammen mit CBG und CBN zählt es zu den "kleineren" Cannabinoiden, die vor allem in Vollspektrum-Extrakten enthalten sind und im Zusammenhang mit dem Entourage-Effekt diskutiert werden.
Weil CBC in den meisten Nutzhanf-Sorten nur eine Nebenrolle spielt, gibt es – ähnlich wie bei CBG – vereinzelt gezielt gezüchtete Chemovare mit höherem CBC-Anteil. Solche Chemovare sind im Handel deutlich seltener als klassische CBD-Sorten und meist teurer, weil der Ertrag an CBC pro Pflanze gering ausfällt.
Konkretes Beispiel: Auf einem COA eines Vollspektrum-Öls taucht CBC – sofern das Labor ein erweitertes Cannabinoid-Panel misst – meist nur mit einem sehr kleinen Milligramm-Wert auf, oft deutlich unter dem von CBD oder CBG.
Häufiger Irrtum: "CBC ist im Grunde dasselbe wie CBD, nur anders abgekürzt." Die ähnliche Abkürzung täuscht – CBC und CBD sind zwei chemisch unterschiedliche Moleküle mit unterschiedlicher Struktur und unterschiedlichem Bindungsverhalten am Endocannabinoid-System. Welche Cannabinoide ein konkretes Produkt tatsächlich enthält, zeigt ausschließlich das Laborzertifikat. Neutrale Forschungsübersichten findest du in unserer Studien-Übersicht.
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