Cannabis sativa L. ist der botanische Name der Hanfpflanze, aus der sowohl Nutzhanf (mit sehr niedrigem THC-Gehalt) als auch Drogenhanf gezüchtet werden — das "L." verweist auf den Botaniker Carl von Linné, der die Art 1753 erstbeschrieb. Rechtlich und praktisch wird zwischen Nutzhanf- und Drogenhanf-Sorten strikt unterschieden.
Botanisch handelt es sich bei Nutzhanf und Drogenhanf um dieselbe Art, jedoch um unterschiedliche Sorten (Chemotypen) mit stark unterschiedlichem Cannabinoid-Profil. Für legale Hanfprodukte in der EU dürfen ausschließlich Sorten aus dem zertifizierten Nutzhanf-Sortenkatalog angebaut werden — diese sind gezielt auf niedrigen THC- und meist höheren CBD-Gehalt gezüchtet.
Cannabis sativa L. — die zwei Verwendungsrichtungen:
| Verwendung | THC-Gehalt | Rechtsstatus |
|---|---|---|
| Nutzhanf (EU-Sortenkatalog) | max. 0,3 % im Anbau | legal, reguliert |
| Drogenhanf-Sorten | deutlich höher gezüchtet | in Deutschland gesondert geregelt |
Konkretes Beispiel: Der gemeinsame botanische Ursprung erklärt, warum sich Hanf- und Cannabisprodukte in Medien und Alltagssprache oft vermischen, obwohl Nutzhanf-Ölprodukte und THC-reiche Cannabisblüten rechtlich vollkommen unterschiedlich behandelt werden.
Häufiger Irrtum: "Cannabis sativa und Hanf sind zwei verschiedene Pflanzen." Es handelt sich um dieselbe botanische Art — der Unterschied liegt in der Sorte und deren Wirkstoffprofil, nicht in unterschiedlichen Spezies. Auch die häufige Unterscheidung zwischen "Sativa" und "Indica" bezieht sich auf Wuchsformen bzw. Chemotypen innerhalb der Gattung Cannabis, nicht auf getrennte Arten. Zum rechtlichen Rahmen von Nutzhanf in der EU siehe EU-Grenzwert 0,3 % THC.