Flavonoide sind sekundäre Pflanzenstoffe, die in nahezu der gesamten Pflanzenwelt vorkommen und in Hanf unter anderem für Farbgebung und Aroma mitverantwortlich sind. In der Hanfpflanze wurden bislang über 20 verschiedene Flavonoide identifiziert.
Neben Cannabinoiden und Terpenen zählen Flavonoide zur dritten großen Gruppe der in Hanfextrakten enthaltenen Pflanzenstoffe. Einige Flavonoide kommen ausschließlich oder überwiegend in Hanf vor und werden deshalb als "Cannaflavine" bezeichnet — die meisten anderen Hanf-Flavonoide finden sich jedoch auch in vielen anderen Pflanzen wie Obst und Gemüse.
Flavonoide sind fester Bestandteil eines Vollspektrum-Extrakts und werden, ähnlich wie Terpene, im Zusammenhang mit dem Entourage-Effekt diskutiert. In einem CBD-Isolat sind sie durch den Reinigungsprozess nicht mehr enthalten.
Konkretes Beispiel: Das Flavonoid Quercetin, das auch in Zwiebeln und Äpfeln vorkommt, findet sich ebenfalls in Hanf — ein Beispiel dafür, dass viele Hanf-Flavonoide keine Cannabis-Exklusivität sind, sondern Teil eines viel breiteren Pflanzenstoff-Spektrums.
Häufiger Irrtum: "Flavonoide sind eine Cannabis-spezifische Besonderheit." Die meisten sind es nicht — sie kommen in unzähligen Alltagspflanzen vor. Speziell an Hanf ist eher die Kombination aus Flavonoiden, Cannabinoiden und Terpenen im selben Extrakt. Belastbare Aussagen zu konkreten Effekten einzelner Flavonoide stehen wissenschaftlich noch aus; neutrale Übersichten findest du unter /pages/studien.