Ratgeber

Hanfpflanze und Nutzhanf erklärt: Was ist Hanf?

Gebündelte Nutzhanf-Stängel auf einem abgeernteten Feld, im Hintergrund ein Holzwagen

Hanf ist eine Kulturpflanze mit dem botanischen Namen Cannabis sativa L. Nutzhanf ist die Form mit sehr wenig THC: Aus den Samen entstehen Öl und Mehl, aus den Stängeln Fasern, aus Blüten und Blättern ein Extrakt mit Cannabinoiden wie CBD. Aus diesem Extrakt macht VITALHemp sein CBD-Öl.

Das Wichtigste in Kürze

  • Hanf, Hanfpflanze, Cannabis und Cannabispflanze meinen botanisch dieselbe Art: Cannabis sativa L.
  • Nutzhanf hat sehr wenig THC. In Deutschland gilt für Nutzhanf ein THC-Grenzwert von 0,3 %.
  • Jeder Pflanzenteil hat einen anderen Nutzen: Samen für Öl und Mehl, Stängel für Fasern, Blüten und Blätter für Cannabinoide.
  • Hanfsamen enthalten praktisch keine Cannabinoide. Die entstehen in Blüten und Blättern.
  • Das CBD-Öl von VITALHemp enthält einen Vollspektrum-Extrakt aus Nutzhanf. Die 10-ml-Flasche gibt es mit 5, 10 oder 15 % ab 24,90 €.

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Was ist Hanf?

Hanf gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Botanisch heißt die Art Cannabis sativa L.. Das „L.“ steht für Carl von Linné, der die Art 1753 beschrieben hat. Sie gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae).

Die Pflanze ist einjährig. Sie wird im Frühjahr gesät und wächst bis zum Herbst zu einem aufrechten Gewächs mit faserigem Stängel und gefingerten Blättern heran. Meist gibt es männliche und weibliche Pflanzen. Die harzreichen Blüten sitzen vor allem an den weiblichen.

Der Name „Hanf“ ist das deutsche Wort für die ganze Pflanze. Das lateinische „sativa“ bedeutet „angebaut, gesät“. Schon im Namen steckt also, dass es sich um eine Kulturpflanze handelt.

Wie sieht eine Hanfpflanze aus?

Eine Hanfpflanze erkennen Sie an ihren gefingerten Blättern. Jedes Blatt besteht aus mehreren schmalen Blättchen, die wie eine Hand von einem Punkt ausgehen. Der Rand der Blättchen ist gesägt. Der Stängel ist aufrecht, innen hohl und außen von zähen Fasern umgeben.

Wie hoch eine Pflanze wird und wie stark sie sich verzweigt, hängt von der Sorte und vom Abstand im Feld ab. Dicht gesäter Faserhanf bleibt schlank und hoch. Hanf für die Samenernte steht weiter auseinander und verzweigt sich stärker. Schon daran sehen Sie, dass „die“ Hanfpflanze nicht existiert: Es gibt viele Sorten für sehr verschiedene Zwecke.

Hanfpflanze, Cannabispflanze, Cannabis: Ist das alles dasselbe?

Wer nach „Hanfpflanze“ und „Cannabispflanze“ sucht, findet oft widersprüchliche Texte. Der Grund: Die Wörter werden im Alltag unterschiedlich benutzt, obwohl die Pflanze dieselbe ist.

Begriff Was damit gemeint ist
Hanf / Hanfpflanze Deutscher Name der Pflanzenart Cannabis sativa L. Im Alltag meist Nutzhanf.
Nutzhanf Sorten mit sehr niedrigem THC-Gehalt für Fasern, Samen und Cannabinoid-Extrakte, zugelassen über den EU-Sortenkatalog.
Cannabis / Cannabispflanze Lateinischer Gattungsname. Im Alltag steht das Wort oft für Sorten mit hohem THC-Gehalt.
Hanfsamen Die Früchte der Pflanze. Sie sind Lebensmittel und enthalten praktisch keine Cannabinoide.

Merken können Sie sich: Es gibt eine Art, aber viele Sorten. Die Sorten unterscheiden sich in Wuchs, Inhaltsstoffen und Verwendung. Wie sich der Begriff „Cannabisöl“ davon ableitet, erklärt der Beitrag Cannabisöl oder CBD-Öl: der Unterschied.

Was ist der Unterschied zwischen Nutzhanf und THC-reichen Cannabis-Sorten?

Nutzhanf und THC-reiche Sorten gehören zur selben Art. Man unterscheidet sie nach dem, wofür sie gezüchtet wurden. Nutzhanf wurde auf Fasern, Samen und einen niedrigen THC-Gehalt gezüchtet. Andere Sorten wurden auf einen hohen THC-Gehalt gezüchtet. Fachleute sprechen vom Chemotyp.

Merkmal Nutzhanf THC-reiche Sorten
Zuchtziel Fasern, Samen, niedriger THC-Gehalt, Cannabinoide wie CBD Hoher THC-Gehalt
THC-Gehalt Sehr niedrig. In Deutschland gilt für Nutzhanf ein THC-Grenzwert von 0,3 %. Deutlich höher
Saatgut Sorten aus dem EU-Sortenkatalog, zertifiziert Nicht Teil des Nutzhanf-Anbaus
Berauschend Nein Ja, kann berauschen
Verwendung Lebensmittel, Textilien, Baustoffe, CBD-Extrakte In Deutschland gesondert geregelt

Zum Rahmen finden Sie im Glossar die Einträge zertifizierter Nutzhanf und EU-Grenzwert THC. Ein häufiges Missverständnis betrifft die Namen „Sativa“ und „Indica“. Sie sagen weniger über eine Sorte aus, als viele denken. Das erklärt der Glossar-Eintrag Sativa und Indica.

Welche Pflanzenteile hat Hanf und was wird daraus?

Hanf ist eine der vielseitigsten Nutzpflanzen. Fast jeder Teil hat eine eigene Verwendung. Die Tabelle zeigt die wichtigsten.

Pflanzenteil Enthält vor allem Was daraus wird
Samen Fett, Eiweiß, Ballaststoffe; praktisch keine Cannabinoide Hanfsamenöl, Hanfprotein, Hanfmehl, Hanfsamen im Müsli
Stängel Bastfasern und holzige Schäben Seile, Textilien, Papier, Dämmstoffe, Einstreu
Blätter Cannabinoide, Terpene, Flavonoide Extrakte, Tee
Blüten Harzdrüsen mit Cannabinoiden und Terpenen Extrakte, zum Beispiel für CBD-Öl
Hanfseil, Hanfstoff und handgeschöpftes Papier auf Leinen

Die Samen

Hanfsamen sind Nüsschen mit nussigem Geschmack. Sie liefern ein Speiseöl, das kaltgepresst wird, und mit Hanfprotein und Hanfmehl weitere Lebensmittel. Das Hanfsamenöl ist kein CBD-Öl. Cannabinoide bilden sich nicht in den Samen. Wo der Unterschied liegt, steht in Hanföl oder CBD-Öl.

Der Stängel

Aus dem Stängel gewinnt man lange, feste Fasern. Deshalb war Hanf über Jahrhunderte ein Rohstoff für Seile, Segeltuch und Kleidung. Heute kommen Dämmstoffe und Verbundwerkstoffe dazu. Die holzigen Schäben dienen als Einstreu oder Baustoff.

Blüten und Blätter

Hier sitzen kleine Harzdrüsen, die Trichome. In ihnen entstehen die Stoffe, um die es bei CBD geht: Cannabinoide, Terpene und Flavonoide. Blüten und Blätter sind deshalb der Pflanzenteil, aus dem Extrakte hergestellt werden.

Welche Inhaltsstoffe stecken in der Hanfpflanze?

Die Pflanze bildet eine große Zahl an Inhaltsstoffen. Wie André, Hausman und Guerriero (2016) in ihrer botanischen Übersichtsarbeit darlegen, enthält die Cannabis-sativa-Pflanze eine außergewöhnlich große Vielfalt an Inhaltsstoffen, darunter Cannabinoide, Terpene und phenolische Verbindungen.

  • Cannabinoide: eine Stoffgruppe mit mehr als hundert bekannten Vertretern. Die bekanntesten sind CBD und THC.
  • Terpene: Duftstoffe, die den typischen Geruch der Pflanze ausmachen.
  • Flavonoide: Pflanzenfarb- und Pflanzenschutzstoffe, wie sie in vielen Pflanzen vorkommen.

In der frischen Pflanze liegen die Cannabinoide zunächst als Säuren vor, zum Beispiel als CBDA und THCA. Erst durch Wärme wandeln sie sich um. Der Vorgang heißt Decarboxylierung.

Warum ist Hanf als Nutzpflanze so gefragt?

Hanf wächst schnell und kommt mit vielen Böden zurecht. Aus einer einzigen Pflanze lassen sich Lebensmittel, Fasern und Extrakte gewinnen. Das macht ihn für Landwirte, Textilhersteller, Bauunternehmen und Lebensmittelproduzenten gleichermaßen interessant.

In der Küche sind vor allem die Samen beliebt. Sie können sie geschält über Salat oder Müsli streuen. Hanfsamenöl schmeckt nussig und gehört in die kalte Küche, also zum Beispiel an Salat oder Quark. Zum Braten eignet es sich nicht.

Wie wird Hanf in Österreich angebaut?

Nutzhanf ist eine genügsame, schnellwüchsige Feldfrucht. Er wird im Frühjahr gesät und im Spätsommer oder Herbst geerntet, je nachdem, ob die Fasern, die Samen oder die Blüten genutzt werden sollen. Je nach Sorte erreicht er in wenigen Monaten zwei bis vier Meter. Angebaut werden darf nur zertifiziertes Saatgut aus dem EU-Sortenkatalog, und der Anbau ist behördlich geregelt. Zum Rahmen in Deutschland erklärt das Glossar Nutzhanf-Anbau.

Eine Anbauanleitung gibt dieser Beitrag nicht. Wer selbst Nutzhanf anbauen will, fragt vorher bei der zuständigen Behörde nach. VITALHemp hat seinen Sitz in Krems an der Donau und ist ein österreichischer Hersteller von Bio-CBD-Produkten.

Wie lange gibt es Hanf als Kulturpflanze?

Archäologische Funde sprechen dafür, dass Menschen Hanf seit mehreren tausend Jahren nutzen. In Europa war er lange ein Alltagsrohstoff: Seile, Segel, Kleidung und Papier bestanden zu großen Teilen aus Hanffasern. Hanfsamen standen als Nahrung auf dem Tisch.

Im 20. Jahrhundert ging der Anbau stark zurück. Baumwolle und Kunstfasern verdrängten die Faser, und strengere Drogengesetze erschwerten den Anbau insgesamt. Seit den 1990er-Jahren ist Nutzhanf mit zugelassenen, THC-armen Sorten in der EU wieder auf den Feldern zu sehen. Dazu kam in den letzten Jahren das Interesse an Cannabinoiden wie CBD.

Wie wird aus Nutzhanf das CBD-Öl von VITALHemp?

Der Weg ist kurz erklärt. Aus Blüten und Blättern von Nutzhanf wird ein Extrakt gewonnen. Bei einem Vollspektrum-Extrakt bleiben neben CBD weitere Pflanzenstoffe erhalten. Der Extrakt wird in einem Trägeröl gelöst. Bei VITALHemp ist das kaltgepresstes Bio-Hanföl oder Bio-MCT-Öl. In allen Stärken steckt derselbe Vollspektrum-Extrakt von einem Lieferanten.

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Der Richtwert geht von etwa 20 Tropfen je Milliliter aus, je nach Pipette kann er abweichen. Wie sich Vollspektrum, Breitspektrum und Isolat unterscheiden, steht im Beitrag Vollspektrum, Breitspektrum, Isolat. Wer wissen will, was CBD überhaupt ist, liest Was ist CBD?. Den THC-Gehalt weist das Analysezertifikat aus. Sie bekommen es auf Anfrage über den Kundenservice.

Was passt zu wem?

Wonach suchen Sie?

  • Sie suchen ein Speiseöl aus Hanf? Dann ist Hanfsamenöl das Richtige. Das ist kein CBD-Öl.
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Häufige Fragen zur Hanfpflanze

Was ist Hanf?

Hanf ist eine Kulturpflanze mit dem botanischen Namen Cannabis sativa L. Sie ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt. Aus den Samen werden Öl und Mehl, aus den Stängeln Fasern, aus Blüten und Blättern Extrakte mit Cannabinoiden wie CBD. Nutzhanf ist die Form mit sehr niedrigem THC-Gehalt, bei VITALHemp die Grundlage für das CBD-Öl.

Ist die Hanfpflanze dasselbe wie die Cannabispflanze?

Botanisch ja. Hanf, Hanfpflanze und Cannabispflanze meinen dieselbe Art, Cannabis sativa L. Im Alltag steht „Hanf“ meist für Nutzhanf mit sehr wenig THC, „Cannabis“ eher für Sorten mit hohem THC-Gehalt. Der Unterschied liegt also in der Sorte und im Inhaltsstoffprofil, nicht in der Pflanzenart.

Welche Teile der Hanfpflanze werden genutzt?

Alle. Die Samen liefern Speiseöl, Mehl und Protein. Aus den Stängeln entstehen Fasern für Textilien, Seile, Papier und Dämmstoffe. Blüten und Blätter enthalten Cannabinoide, Terpene und Flavonoide und werden zu Extrakten verarbeitet. Aus einem Vollspektrum-Extrakt wird auch das CBD-Öl von VITALHemp.

Enthält Nutzhanf THC?

Ja, aber nur sehr wenig. Nutzhanf stammt aus Sorten des EU-Sortenkatalogs, die auf einen niedrigen THC-Gehalt gezüchtet sind. In Deutschland gilt für Nutzhanf ein THC-Grenzwert von 0,3 %. Hanfsamen und Hanfsamenöl enthalten praktisch keine Cannabinoide, weil diese in Blüten und Blättern entstehen.

Wie hoch wird eine Hanfpflanze?

Nutzhanf wächst je nach Sorte in wenigen Monaten auf etwa zwei bis vier Meter. Die Pflanze ist schlank, hat gefingerte Blätter und einen aufrechten, faserigen Stängel. Sorten für die Fasergewinnung werden dicht gesät und dadurch besonders hoch, Sorten für die Samenernte stehen weiter auseinander.

Wie wird aus Nutzhanf CBD-Öl?

Aus Blüten und Blättern von Nutzhanf wird ein Extrakt gewonnen. Bei einem Vollspektrum-Extrakt bleiben neben CBD weitere Pflanzenstoffe erhalten. Dieser Extrakt wird in einem Trägeröl gelöst, bei VITALHemp in kaltgepresstem Bio-Hanföl oder Bio-MCT-Öl. So entstehen die CBD-Öle mit 5, 10 und 15 %.

Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Unsere CBD-Öle werden als Nahrungsergänzungsmittel angeboten und sind keine Arzneimittel. Zur Rechtslage gibt dieser Beitrag nur einen allgemeinen Überblick.

Michael Hut, Inhaber von VITALHemp, Porträt

Michael Hut, Inhaber von VITALHemp

Michael Hut ist Inhaber von VITALHemp und verantwortet die Inhalte auf vitalhemp.de. Die Marke besteht seit 2018, mit Sitz in Krems an der Donau.

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